Hamburger Kl. Michaeliskirche, erbaut 1754-1757, kath. Pfarrkirche seit 1811
(Quelle: Staatsarchiv)
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ab 1816: Taufregister, Trauregister, Sterberegister; ab 1789: Vermächtnisbücher; ab 1849: Armenkasse; u.a.Erste Michaeliskirche HamburgsHier wird der barocke Grundstein gelegt und die Kirche eingeweiht. Was der Archivar im Archiv neu entdeckte!Franzosenzeit - Weihe des Kl. Michel zur ersten Katholischen Kirche zu HamburgZerstörung des barocken Kl. Michel;  Krieg- und NachkriegszeitWeihe der heutigen St. Ansgar / St. Bernhard-Kirche (3. Kleiner Michel); Symbol deutsch-französischer Freundschaft400 Jahre Kleiner Michel - 400 Jahre Neustadt; Festwoche, Vorträge, Ausstellungen
1757 - Der zweite (barocke) Kleine Michel

michelbarock

Chronologie der Ereignisse

1747 - Abriss des 1. Kleinen Michel

1750 - Der Große Michel wird ein Raub der Flammen!

1754 - Grundsteinlegung für den Bau des 2. Kleinen Michel

1757 - Einweihung der im Barockstil erbauten Kirche

1919 - Auffindung von Dokumenten im Kirchturmknopf

Hamburgkarte um 1800
Hamburgkarte um 1800 (Quelle: Staatsarchiv)

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1746 hatte man den baufälligen
1. Kleinen Michel (rechtes Bild) abgerissen, weil dessen bedenklicher Zustand inzwischen eine Gefahr für die Kirchenbesucher darstellte.

Man hätte sich vermutlich zu einer Reparatur durchgerungen, wenn die zukünftigen Ereignisse bekannt gewesen wären
:

(Quelle: Statsarchiv)

 

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An einem schönen Vorfrühlingstag des 10. März 1750 zog ein kurzes, aber verheerendes Gewitter über die Stadt, in dessen Folge der Große Michel von einem Blitz getroffen wurde. Ein unbemerkter Schwelbrand wuchs sich innerhalb von zwei Stunden zu verheerendem Feuer aus und machte das schöne Gotteshaus zu einem Raub der Flammen. Beklagt wurde dieses Unglück in der Folgezeit in manchen Gelegenheitsgedichten und Bußpredigten. So mahnte ein Pastor Schaub in Vignettenbildern an der Kirche des Pesthofes:

"So Hamburg sah vorhin /
So brannt Dein Gotteshaus /
So stürzt die Glut den Thurm, / Beweine den Verlust / Gedenk an dieses Schrecken / So sieht es itzo aus, und laß es Dich zur Furcht vor Deinem Gott erwecken!"

(aus: Reinhold Pabel, "Der Kleine und der Große Hamburger Michel")
.


brenneder Großer Michel 1750  

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Für den Neubau der Großen Michaeliskirche - man spendete kurz nach der Katastrofe noch reichlich und großzügig - konnte 1751 der Grundstein gelegt werden. Doch in der Folgezeit nachlassende Spendenfreudigkeit und die damit einhergehende Flaute in der Kasse führten zu der Idee, zunächst den Kleinen Michel wieder zu errichten. Die dazu fehlenden 25.000 Courant Mark wurden von einem anonymen Wohltäter gespendet, der sich in späteren Jahren als der 36 jährige Kaufmann und spätere Senator Joachim Caspar Voigt herausstellte. So konnte 1754 der Grundstein für den nach dem Baumeister genannten "Nicolassen-Bau" gelegt werden.


Grundsteinlegung 1754  

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Die Einweihung der neuen im schlichten Barockstil erbauten Kirche am 14. Juni 1757 wurde zu einem Gala - Ereignis für die Hamburger Neustadt. In Erinnerung an die Ereignisse, die zu ihrem Bau führten, wurde dem Gotteshaus der nachfolgende Spruch gewidmet:

"Durch eines frommen Christen Güte, Sehen wir hier diesen Tempel stehn.
O! Hamburg ruf mit brünstigen Gemüthe Herr laß ihn nicht so bald, wie jenen untergehn."

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Im Knopf des Kirchenturmes (Pfeil)
des neu errichteten Gotteshauses
wurde eine Dokumentenrolle
Dokument aus dem Kirchenknopf
zusammen mit Hamburgischen Münzen, einer Bibel,
einem Hamburger
Gesangbuch und
einem Katechismus eingelagert
.

Dokument vergrößern.

Dokument in heutiger Schrift.

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KirchenknopfTurm des barocken Kleinen Michel