1605
Ins
Jahre 1583 fällt der Beschluss der Nikolai-Gemeinde, ein Grundstück für einen Friedhof außerhalb der Stadtmauern
zu erwerben. Aber das Projekt fand bei der Gemeinde keinen Anklang.
Bis zum Jahre 1600 wurden nur ganz wenige Grabstellen verkauft.
Der Weg zum Friedhof war zu beschwerlich, es gab keine Kirche
für den Gottesdienst und vor allem gab es keine Glocken:
man musste "seine Toten sang- und klanglos in die Grube
fahren lassen".

Anno
Domini 1600 beschloss die Gemeinde, eine Friedhofskapelle zu
errichten. Sie erwies sich schon bald als zu klein, zumal die
Bürger der näheren Umgebung dort einen Predigt-Gottesdienst
wünschten. Dieser wurde regelmäßig wohl ab Michaelis
1605 abgehalten. Der Kirchenvorstand veranlasste
schon 1604 einen Erweiterungsbau.

Rechter Teil
aus dem Kupferstich v.J.Dirksen aus dem Jahre 1613
Der
zweite Erweiterungsbau,
jetzt schon "S.Michell" genannt,
machte
aus der Kapelle eine richtige Kirche.

Ab 1605 wurden hier regelmäßig Gemeindegottesdienste
gefeiert aufgrund der stetig wachsenden Bevölkerung.
Ein neuer Stadtteil entstand.
